Unsicherheit beschäftigt Vermögende nachhaltig bei der Geldanlage

In einer explorativen Studie zur Vermögensanlage, durchgeführt durch Kantar Added Value, zeigt sich aktuell, dass zwei Drittel der befragten Vermögenden eine zunehmende Dynamik an den Finanzmärkten verspüren. Im Zeitraum vom 19. März bis 3. April 2018 wurden 63 High-Net-Worth-Individuals (HNWI) mit einem Nettoeinkommen von mehr als 150.000 Euro pro Jahr und einem liquiden Vermögen von mehr als 1 Million Euro befragt. Die ganz aktuellen Ergebnisse zeigen, dass das Auseinanderbrechen der Eurozone und das Niedrigzinsumfeld nur noch 19 bzw. 14 Prozent der Befragten Sorge bereiten, die entsprechenden Werte lagen 2016 noch etwa doppelt so hoch. „Die Euro-Rettungspolitik der EZB scheint verstanden worden zu sein, die Vermögenden haben ihre Asset Allokation wohl angepasst. Eine Konsequenz, die nach neusten Erkenntnissen der Bundesbank auch in der Breite angekommen zu sein scheint“, so Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank.

Vielmehr Sorgen bereiten aktuell der Brexit und die wirtschaftlichen Pläne der Großen Koalition in Deutschland. 59 Prozent stehen dem Brexit negativ gegenüber (11 Prozentpunkte mehr als noch 2016). Allerdings werden starke oder sehr starke Kapitalmarktkonsequenzen nur noch von knapp 60 Prozent der Befragten erwartet, immerhin fast 20 Prozentpunkte weniger als noch 2016. Auch bezüglich der neuen Regierung in Deutschland besteht Unsicherheit, lediglich 21 Prozent sehen deren Pläne als positiv an, 79 Prozent betrachten diese negativ oder neutral. „ Für Vermögende spielt die politische Sphäre eine große Rolle. Sie betrachten deren wirtschaftliche Auswirkungen ganz genau. Eine deutlichere wirtschaftspolitische Positionierung der neuen Regierung scheint angezeigt. Hier kann der neue Wirtschaftsminister einen bedeutenden Raum füllen“, so Dr. Sebastian Klein.