Asset-Allocation

Was ist Asset Allocation?

Der Begriff Asset Allocation lässt sich mit „Vermögensaufteilung“ übersetzen. Das Vermögen soll dabei nicht unter vielen Empfängern oder Erben aufgeteilt werden, sondern auf verschiedene Anlageklassen. Unter Vermögensverwaltern ist Asset Allocation ein Standardverfahren, um die Vermögensanlage nach den Zielen, dem Zeithorizont und der Risikobereitschaft des Kunden zu strukturieren und die Balance zwischen gewünschtem Risiko und Rendite zu gestalten.

Was sind Anlageklassen?

Mit dem Begriff bezeichnet man die verschiedenen Investitionsmöglichkeiten, hier einige Beispiele:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Einlagen
  • Bargeld
  • Alternative Investments

Je nach Zielvorgabe wird das Vermögen zwischen den einzelnen Anlageklassen aufgeteilt, dabei ist die Gewichtung von Risiko und Rendite nach den Wünschen des Kunden jeweils verschieden. Allgemein gültig ist jedoch das Prinzip der Maximierung des Ertrags bei gleichzeitiger Minimierung des Risikos, und da ist Asset Allocation ein wichtiger Schlüssel.

Wie wirken sich Risikotoleranz und Zeithorizont bei der Asset Allocation aus?

Die Risikotoleranz des Kunden ist der wichtigste Faktor, wenn es um die Strukturierung einer Vermögensanlage geht. Viele Berater nutzen einen Fragebogen oder ein längeres Gespräch mit dem Kunden, um dessen Risikobereitschaft richtig einschätzen zu können. Zudem kann sich die Risikotoleranz mit der Zeit ändern, daher wird das Thema regelmäßig neu besprochen. Auch der Zeithorizont wirkt sich auf die optimale Gestaltung der Vermögensanlage aus. Hat ein Kunde zum Beispiel nur noch einige Jahre im Beruf, so wird ein Vermögensverwalter eine höhere Aktienquote empfehlen, um sein Vermögen bis dahin noch vergrößern zu können. Einem jungen Berufsanfänger wird dagegen eher ein auf Jahrzehnte angelegter Vermögensaufbau empfohlen, der mit weit geringerem Aktienanteil auskommt.

Was sind strategische und taktische Asset Allocations?

Die strategische Vermögensaufteilung legt eine für den Kunden optimale Verteilung der Anlageklassen fest und versucht dann, diese Aufteilung zu erhalten. Nicht alle Anlagen entwickeln sich parallel und verschieben so die Gewichtung im Portfolio. Dann wird die ursprünglich festgelegte strategische Verteilung durch ein sogenanntes Portfolio Rebalancing wiederhergestellt.

Die taktische Asset Allocation erlaubt eine Spanne von prozentualer Verteilung der einzelnen Anlageklassen, so zum Beispiel ein Aktienanteil zwischen 40 und 60 Prozent. Diese akzeptablen Minima und Maxima der Gewichtungen erlauben es dem Vermögensverwalter, auf Marktgegebenheiten innerhalb dieser Parameter zu reagieren. Laufen zum Beispiel die Aktien besonders gut, wird hier der Höchststand angestrebt, ist der Aktienmarkt auf dem Rückzug, wird das Minimum an Aktien gehalten.

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