Investment Komitee Summary – August 2019

Executive Summary:

Seit Freitag letzter Woche sind die Hoffnungen auf eine baldige Einigung im Handelskrieg zwischen den USA und China verpufft. Präsident Trump hat neue Zölle auf nun fast alle chinesischen Importe angekündigt; die Chinesen haben als Reaktion darauf ihre Währung abgewertet. Der Handelskrieg hat sich zum Währungskrieg ausgeweitet. Wie es weiter geht, ist ungewiss und die Kapitalmärkte dürften nun erst mal unter Stress kommen.

Vor diesem Hintergrund haben wir beschlossen:

  • Die Aktienquote (um 5 %) zu reduzieren.
  • Mittel- bis langfristige US-Treasuries aufzubauen.
  • Gold ebenso leicht aufzustocken.

Wir glauben, so unser Portfolio wetterfest für einen wahrscheinlich schwierigen August machen zu können und werden bei weiteren negativen Anzeichen für die Wirtschaft erneut Risiken zugunsten von Sicherheit umschichten.

Handelskrieg erreicht neues Eskalationsniveau

Mit der Ausweitung der Zölle erreicht der Handelskrieg ein neues Niveau. Nun werden auch die amerikanischen Konsumenten die Auswirkungen spüren, denn in dieser Runde werden fast alle chinesischen Güter mit Zöllen belegt. Präsident Trumps Handeln macht klar, dass er a) voll im Wahlkampfmodus angekommen ist, b) als Konsequenz daraus nur einen guten Deal für sich akzeptiert und dass c) die Alternative kein Deal ist und die Zölle bleiben. Die Chinesen scheinen sich darauf einzustellen und haben als ersten Schritt ihre Währung gegenüber dem Dollar abgewertet. Manch einer glaubt, dass die Chinesen langfristig planen und darauf setzen, dass Trump im nächsten Jahr abgewählt wird. Ob es mit einem demokratischen Präsidenten allerdings besser wird, ist fraglich, denn die Demokraten überholen Trump beim Thema Protektionismus gerade quasi von „rechts“. Fakt ist, dass der Handelskrieg sich zum Währungskrieg ausgeweitet hat. Sollte diese Eskalation anhalten, ist das logischerweise Gift für die erhoffte wirtschaftliche Erholung im zweiten Halbjahr.

Wirtschaftliche Entwicklung schwächt sich ab

Die Frühindikatoren schwächen sich ab und die Industrieproduktion bzw. der verarbeitende Sektor bleibt das globale Sorgenkind. Vor allem Europa und hier Deutschland entwickeln sich schwach. Deutschland ist natürlich einerseits stark von der globalen Nachfrage abhängig, andererseits belasten hausgemachte Probleme. Die Automobilindustrie hat noch immer mit der Aufarbeitung des Diesel-Skandals zu tun und muss gleichzeitig lang verschlafene Trends wie Digitalisierung und Elektrifizierung der Flotte nachholen. Die USA hingegen sind noch recht robust, was nicht zuletzt an der stabilen Lage der US-Haushalte liegt – ganz entgegen vergangener Erfahrungen konsumieren die Amerikaner weniger, als sie verdienen und sparen mehr, was den Verbrauch nachhaltig unterstützt. China ist trotz aller Störfeuer recht stabil, was auch an der stark hochgefahrenen staatlichen Investitionstätigkeit der letzten Quartale und der abgewerteten Währung liegt.

Politische Themen dominieren

Neben dem „Evergreen“ Handelskrieg rückte der anstehende Brexit in den Hintergrund. Boris Johnson ist neuer Premierminister Großbritanniens und macht keinen Hehl daraus, dass er den Deal mit der EU so nicht akzeptiert und sein Land auch ohne Deal aus der EU führen will. Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn die Deadline ist Ende Oktober und die Europäer sind nicht gewillt den Vertrag wieder zu öffnen. Das politische Klima auf der Insel dürfte sich in den kommenden Wochen dramatisch aufheizen – mit ungewissem Ausgang. Die EU-Kommission rät Unternehmen an, sich auf einen „Hard-Brexit“ vorzubereiten.

Notenbanken steuern dagegen

Die „good cops“ der Märkte sind und bleiben die Notenbanken. Auch wenn die FED alles getan hat, um möglichst nicht als Handlanger der Trump’schen Politik in die Annalen der Geschichtsbücher einzugehen – am Ende musste sie dennoch liefern. Die Wirtschaft trübt sich ein; auch die Inflationserwartungen sinken und mit der Ankündigung der neuen Zölle geht der Markt sogar von weiteren vier Zinssenkungen in den USA aus. Die Notenbank gerät unter Druck. In Europa sieht es nicht anders aus.

Der scheidende EZB-Präsident Draghi und sein Team arbeiten an einem neuen Paket, was wohl von Zinssenkung bis hin zu einer Neuauflage der Anleiheaufkäufe alles beinhalten wird. Das Thema „Lower for longer“ bei den Zinsen wird uns so schnell nicht verlassen.

Gewinn-Berichterstattung in den USA und Europa

Die momentane Berichtssaison spiegelt die Marktentwicklung wider. Die USA haben klar die Nase vorn. Die Berichte waren weit weniger enttäuschend als bei den europäischen Unternehmen, die bis dato ihre Bilanzen vorgelegt haben. Das spiegelt sich auch in der Entwicklung der Aktienmärkte wider. Für das zweite Halbjahr bleibt nun die weitere Entwicklung im Handelskrieg abzuwarten. Die große Frage ist, ab wann die US-Wirtschaft nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen wird. Falls die Chinesen auf das „Hardball“-Spiel einsteigen und keine US-amerikanischen Agrarprodukte mehr kaufen werden – wie schon berichtet – und ihren Markt für manches US-Unternehmen sperren, könnte das schneller gehen als gedacht.

Castell-Bank reduziert Aktien angesichts des eskalierenden Handelskriegs

Würzburg, 7. August 2019
Presse-Information

Die Fürstlich Castell’sche Bank reduziert die Aktienquote und baut gleichzeitig Sicherheit auf, indem sie Gold und langlaufende Treasuries aufstockt. Die jüngste Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China lässt nicht auf einen positiven August hoffen.

„Durch den Abbau von Aktien und der gleichzeitigen Erhöhung von sicheren Assets sehen wir uns auch für einen möglicherweise schwierigen August gut gewappnet“, sagt Dr. Achim Hammerschmitt, Leiter der Vermögensverwaltung und des Fondsmanagements der Fürstlich Castell’schen Bank. „Mit der jüngsten Eskalation im Handelskrieg wird klar, dass Trump alles auf eine Karte setzt.“

Es soll entweder einen guten oder keinen Deal zwischen den USA und China geben. Das hat das Potential, die Märkte im zweiten Halbjahr noch ordentlich durchzuschütteln. Gleichzeitig gibt es aber auch Chancen für Aktien, so Dr. Hammerschmitt.

Die Notenbanken wollen mit niedrigeren Zinsen und weiteren Lockerungsmaßnahmen eine wirtschaftliche Eintrübung verhindern und auch fiskalische Stimuli dürften für Unterstützung sorgen, betont er. Im besten Fall gleichen fiskalische Maßnahmen der Regierungen und monetäre Aktionen der Notenbanken, wie die jüngste Zinssenkung in den USA, die Bremswirkung des Handelskriegs mehr als aus und schieben die Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr wieder auf die Wachstumsschiene.

„China ist noch sehr stabil und an den jüngsten Wechselkursentwicklungen sieht man, dass China seine Währung nun abwerten lässt. Das ist gut für die chinesische Wirtschaft,“ erklärt Dr. Hammerschmitt. „Allerdings muss man nun genau schauen, ob die Abwertungen auch gegenüber dem Euro zugelassen werden, denn das wäre eine zusätzliche Belastung für die europäische Wirtschaft.“

Es gibt momentan zwei „wild cards“ in der weltweiten Politik, die die Märkte im Griff haben. Einerseits Präsident Trump, der vor keiner Eskalation zurückscheut, andererseits aber auch der neue Premierminister Großbritanniens, der sein Land auch ohne Deal aus der EU führen möchte.

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Fürstlich Castell’sche Bank mehrfach Testsieger im Private Banking

Würzburg, 9. Juli 2019
Presse-Information

  • Gleich an mehreren Standorten mit Bestnoten ausgezeichnet
  • Jeweiliger Testsieger mit dem Testurteil „Sehr gut“

Die Fürstlich Castell’sche Bank wird von der Zeitung „DIE WELT“ gleich mehrfach als Testsieger im Bereich Beratung Private Banking in Würzburg und Ulm ausgezeichnet. Getestet und bewertet wurden ebenfalls große deutsche Geschäftsbanken, weitere Privatbanken, Sparkassen und Volksbanken. „Besonders stolz macht uns, dass wir als Testsieger mit dem durchgängigen Testurteil ’Sehr gut’ ausgezeichnet werden – und das gleich an mehreren Standorten. Eine kompetente und umfassende Beratung ist in der jahrhundertelangen Tradition unserer Bank verankert. Wir nehmen uns Zeit für die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden und finden gemeinsam Lösungen für die jeweilige persönliche Situation. In den daraufhin getesteten ’Mystery Shoppings’ haben unsere Mitarbeiter durchweg überzeugt“, so Manuela Klos, Generalbevollmächtigte der Fürstlich Castell’schen Bank.

Untersucht wurde in vier Kategorien von der Terminvereinbarung über das Gespräch, inklusive der Kundenanalyse und dem Ergebnis, insbesondere unter Transparenz- und Risikogesichtspunkten, bis hin zur Betreuung und Professionalität in der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen. In all diesen vier Kategorien wurde jeweils die Bewertung ’Sehr gut’ vergeben. In der Kundenanalyse wurde beurteilt, inwieweit der Berater auf die Kundenwünsche eingeht und sich auch in steuerlichen Fragen auskennt. Auch mögliche Verlustrisiken in der Vermögensverwaltung mussten klar und deutlich angesprochen werden.

Manuela Klos: „Das wichtige Thema ’Passt das Portfolio-Risiko zum Anlegerprofil’ wurde gesondert untersucht. Ein Thema, dem sich die Fürstlich Castell’sche Bank in der Vermögensverwaltung von jeher verpflichtet fühlt und dies auch in den unterschiedlichen Risikoprofilen ihrer Vermögensanlagelösungen transparent darstellt. Das wir bei allen Kriterien der Qualitätstests durchgängig mit Bestnoten ausgezeichnet wurde, bestärkt uns in unserer Ausrichtung.“

Für die Durchführung objektiver, neutraler und kompetenter Tests ist das Deutsche Institut für Bankentests GmbH zuständig, das jährlich bei mehr als 500 Banken und Sparkassen
Qualitätstest durchführt.

 

 

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Investment Komitee Summary – Juli 2019

Notenbanken und Fiskalpolitik federn Teile der Handelskrieg Unsicherheit ab

Die klaren Worte der Notenbanken haben den Märkten im Juni Auftrieb gegeben. Die FED könnte nun schon im Juli die Zinsen senken und auch für die EZB steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt in diesem Monat. Während die Notenbanken mehr Unterstützung andeuten, steigen mehr und mehr Länder auf fiskalpolitischen Stimulus um. Nicht nur China stützt die Wirtschaft: sogar Europa dreht sich langsam und man kann von mehr Investitionen der öffentlichen Hand und teilweise auch Steuersenkungen ausgehen. Zu stark hat sich das Wachstumsbild eingetrübt, als das die Regierungen, auch die der großen Länder wie Frankreich und Deutschland, untätig zusehen können.

Executive Summary:

  • Wir bauen die Aktienquote in den ausgewogenen Mandaten und Fonds auf etwa 35 % aus.
  • Europa wird dabei gegenüber den USA stärker bedacht.
  • Schwellenländer werden sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rentenseite aufgestockt, da diese besonders von den losen Finanzbedingungen und gefallenen Renditen profitieren.
  • Bei Unternehmensanleihen sehen wir insbesondere bei Nachranganleihen noch Chancen, während kurzlaufende Staatsanleihen ihr Potential schon weitgehend ausgeschöpft haben.
  • Gleichzeitig stocken wir, bei Bedarf nach mehr Sicherheit, auch US-Staatsanleihen am längeren Ende auf.

Notenbanken als zuverlässiger Partner der Märkte

Während die Politik − vor allem US-Präsident Trump − den Märkten vor allem Unsicherheit und den Unternehmen Gegenwind liefert, springen die Zentralbanken mit Verbindlichkeit in die Bresche. Im Juni hat die EZB die Kehrtwende komplett vollzogen − von Zinserhöhungen ist keine Rede mehr, vielmehr macht der scheidende Präsident Mario Draghi auch in seinen letzten Monaten klar: Die EZB hat deutlichen Handlungsspielraum und wird „whatever it takes“ unternehmen, um eine Deflation und ein Abgleiten in die Rezession zu verhindern (Mandat: Stabilität und Wachstum). Eine Wiederbelebung des Anleihekaufprogramms ist ebenso eine Option wie Zinssenkungen.

Bei der FED könnte es schon im Juli soweit sein. Und dabei könnte es nicht bleiben, denn die FED mit ihrem dualen Mandat, sollte auch gegen eine sich abschwächende Wirtschaft vorgehen. Der einzige Grund, warum die Märkte vielleicht zu „enthusiastisch“ sind, ist einmal wieder Donald Trump. Durch den politischen Druck auf die FED könnte er genau das Gegenteil erreichen.

Veritable Stabilisierungsmaßnahmen in China stützen − Europa bewegt sich auch

Die staatlichen Investitionen in China sind stark gestiegen, was zu einer Stabilisierung der Wirtschaft geführt hat. Gleichzeitig hat China die Währung abgewertet und die Steuern gesenkt. Dieses Paket an Maßnahmen sollte im zweiten oder spätestens dritten Quartal Erfolge zeigen. Wenn sich China weiter stabilisiert, ist das insbesondere auch eine gute Nachricht für europäische Exporteure, denn diese zählen zu den größten Importeuren nach China.

In Europa haben nicht zuletzt die Europawahlen das politische Klima gedreht: Schulden machen und mehr staatliche Ausgaben sind nicht mehr verpönt, sondern haben es in die Regierungsprogramme geschafft. Nicht nur Italien möchte mehr ausgeben, auch Frankreich geht diesen Weg und selbst in Deutschland sehen wir eine Bewegung hin zu mehr staatlichen Ausgaben. Das dürfte neben der laxeren Notenbankpolitik den Märkten helfen.

Politisches Risiko bleibt und ist Grund für nur „neutrale“ Aktienposition

Gäbe es keinen Handelskrieg wäre es sicherlich interessant die Aktienquote noch weiter auszubauen. Doch eine Einigung im Handelsstreit wird zunehmend unwahrscheinlicher. Zu hoffen ist, dass es zumindest keine weitere Eskalation gibt. US-Präsident Trump ist schon im Wahlkampfmodus und er kann sich keinen „schlechten“ Deal erlauben. Selbst ein offener Handels- und Technologiekrieg wäre für seine Wiederwahl besser, da dann eine Solidarisierung um die Flagge eintreten würde („rallying behind the Flag“).

In Europa bleibt die Brexit Ungewissheit weiterhin bestehen und belastet sowohl das Pfund als auch den britischen Markt bis auf weiteres.

Der Konflikt zwischen den USA und Iran schwelt weiter: Öl ist interessant

Zwar beherrscht der Konflikt zwischen den USA und dem Iran nicht mehr die Schlagzeilen, gelöst ist er aber bei weitem nicht. Die Situation ist weiter angespannt und eine Eskalation könnte den Ölpreis treiben. Ein mögliches Szenario dabei ist auch eine Destabilisierung des Iraks durch den Iran, was die Ölproduktion auch in diesem Land gefährden könnte. Ein ebenso preistreibender Faktor ist die OPEC, die an ihren Förderquoten festhält. Die Kombination aus geopolitischem Risiko und OPEC’scher Förderdisziplin hat das Potential den Ölpreis weiter nach oben zu treiben. Ein höherer Ölpreis würde dabei auch Russland und seinen Ölunternehmen zu Gute kommen.

Aktienmärkte trotzen den sich eintrübenden Konjunkturaussichten

Mehr und mehr Länder fallen bei den Einkaufsmanagerindizes unter 50 − was auf Kontraktion in den jeweiligen Volkswirtschaften hindeutet. Die Bremsspuren werden immer deutlicher, auch wenn es kein abruptes Abrutschen gibt: dafür halten die Chinesen und die Notenbanken zu sehr dagegen. Selbst die USA, die noch recht stabil aussehen, zeigen erste Zeichen der Abschwächung. Wir bewegen uns auf die letzte Phase des Wachstumszyklus zu und der Abschwung wird kommen. Vielleicht 2020 oder 2021. Die Frage ist nur, wie schwer wird er und kann das Schlimmste in diesem Jahr noch abgewendet werden.

Was bedeutet das für die Märkte?

Sollte es zu einer Neuauflage von Quantitative Easing (QE) in Europa kommen, kann man von einer kleinen „Aktienkursrally“ in Europa ausgehen. Die Gewinnrevisionen sollten in der kommenden Berichtssaison abnehmen, da die Erwartungen deutlich zurückgenommen wurden. Das heißt, es wird wohl weniger „negative“ Überraschungen geben als im ersten Quartal. Wir sehen europäische Aktien als relativ attraktiver an als US-Werte. US-Aktien sind teurer und Europa hat noch Aufholpotenzial. Das Gleiche gilt auch für Schwellenländer.

Castell-Bank erhöht Aktienquote dank monetärem Stimulus

Würzburg, 5. Juli 2019
Presse-Information

Die Fürstlich Castell’sche Bank erhöht die Aktienquote mit einem stärkeren Fokus auf Europa, um von möglichen Kursgewinnen durch die Unterstützung der Notenbanken zu profitieren. Das weltweite Wachstumsbild hat sich weiter eingetrübt und damit auch die Inflationserwartungen.

„Sowohl die Äußerungen der Europäische Zentralbank als auch die der FED deuten auf Zinssenkungen, und für Europa sogar auf eine Neuauflage des Anleihekaufprogramms, hin,“ sagt Achim Hammerschmitt, Leiter Vermögensverwaltung der Fürstlich Castell’schen Bank. „Falls wir bei den kommenden Sitzungen der FED und der EZB im Juli wirklich Zinssenkungen bekämen, dürften Aktien davon profitieren.“

Im Gegensatz zur Politik und der Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung im Handelsstreit, sind die Notenbanken der Welt eine durchaus verlässliche Größe für die Märkte, erklärt Hammerschmitt. Auch wenn die Bewertungen schon recht hoch sind, zumindest in den USA, dürfte noch Raum nach oben sein.

Hinzu kommt, so Hammerschmitt, dass man auch von fiskalpolitischer Unterstützung ausgehen könne. „Die chinesische Regierung hat die Staatsausgaben deutlich nach oben gefahren, das sollte in der zweiten Jahreshälfte bei den Importen spürbar werden. Aber auch in Europa gibt es vermehrt politischen Willen Schulden zu machen und zu stimulieren.“

Die italienische Regierung setzt auf staatliche Unterstützung, die Franzosen auf Steuersenkungen und selbst in Deutschland gibt es Bewegung hin zu mehr Investitionen, um die sich
eintrübende Wirtschaft zu stützen. Davon sollten auch die Märkte − zumindest noch eine gewisse Zeit − profitieren können, erklärt Achim Hammerschmitt.

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Investment Komitee Summary – Juni 2019

Notenbanken unterstützen Märkte, von konjunktureller Seite kommt kein Rückenwind

Der Mai war ein schwieriger Monat an den Aktienmärkten: Der S&P 500 verlor 6,6 Prozent, der DAX hatte den schlechtesten Monat des Jahres. Gründe dafür sind der sich immer weiter zuspitzende Handelskonflikt zwischen China und den USA, aber auch der schwelende Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Aufheiterung kam dann einmal wieder von Seiten der US-amerikanischen Notenbank: Fed-Präsident Powell zeigt sich offen für Zinssenkungen. Doch wie lange diese „Fantasie“ die Märkte wirklich trägt, ist zweifelhaft.

Executive Summary:

  • Wir machen unser Portfolio wetterfest.
  • Wir halten im ausgewogenen Profil derzeit eine Aktienquote von 22 Prozent.
  • Wir verlängern die Duration unseres Rentenportfolios (US-Anleihen und Spanien).
  • Wir investieren in einen S&P Discounter, der auch bei sich seitwärts entwickelnden Märkten eine Renditemöglichkeit von bis zu drei Prozent aufweist und sehen uns nach Nachfolgern für den erfolgreichen EURO STOXX 50 Discounter um.

Handelskrieg belastet weiter Märkte und Konjunktur

Der Handelskrieg hat ohne Frage eine neue Qualität erreicht. Es ist wohl an der Zeit anzuerkennen, dass es eine Wiederkehr der Wachstumsmaschine „Chimerika“ so nicht mehr geben wird. Der Konflikt hat sich verhärtet und es wird auch zusehends ersichtlich, dass es um weit mehr als um Handelsüberschüsse geht. Am Beispiel Huawei wird deutlich, dass es vielmehr auch um Technologie und Fragen der inneren Sicherheit geht. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist allerdings, dass das globale Wachstumspotenzial deutlich verringert wird. Es geht nicht mehr nur um eine konjunkturelle Delle.

Konjunkturaussichten trüben sich weiter ein

Die globalen Wachstumsaussichten sind deutlich abgeschwächt. Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe fallen sowohl in Europa aber auch in den USA, denn Investitionen werden aufgrund der unsicheren Lage zurückgehalten. Der amerikanische Verbraucher ist wieder bester Stimmung und auch der Arbeitsmarkt ist sowohl in den USA als auch in Europa weiterhin sehr fest. Die Erwartungen trüben sich dennoch maßgeblich ein und manche sprechen von einem gestiegenen Rezessionsrisiko. Die Anleihemärkte preisen zumindest eine starke Verschlechterung der Konjunktur ein und auch die OECD hat die Wachstumsaussichten deutlich korrigiert.

Chinas Wirtschaft hält sich stabiler als erwartet

China profitiert von den steuerlichen und auch geldpolitischen staatlichen Stimulus-Maßnahmen. Das staatliche Investitionstempo hat sich deutlich erhöht; gleichzeitig hat China seine Währung leicht abgewertet. Historisch betrachtet, könnte Europa und insbesondere Deutschland auch profitieren. Denn die Nachfrage nach langlebigen Anlagegütern – ein Exportschlager aus Deutschland – könnte durch das chinesische Konjunkturprogramm unterstützt werden.

Notenbanken auf Lockerungskurs

Nachdem die Fed Zinssenkungen in Aussicht gestellt hat, um die Auswirkungen des Handelskrieges abzufedern, hat auch die Europäische Zentralbank eine Zinssenkung und eine Neuauflage ihres Anleihekaufprograms auf den Tisch gebracht. Hier geht es momentan nur um „mögliche“ Schritte, also dem sogenannten „Signalling“ von geldpolitischen Schritten. Diese spielen allerdings in der monetären Transmission eine große Rolle, denn sie sollen die Erwartungen der Marktteilnehmer steuern. Die marktbasierten Inflationserwartungen sind allerdings in der Eurozone weiterhin nahe ihrer historischen Tiefstände – darum ist die EZB auch so alarmiert.

Was bedeutet das für die Märkte?

Bei den Renten dürfte sich vor allem am langen Ende etwas tun. Es ist zu erwarten, dass sich die langfristigen Zinsen eher tendenziell nach Süden bewegen, wenn sich die Wachstumsaussichten weiter eintrüben und die Notenbanken mehr lockern. In der Eurozone sind vor allem Märkte wie Spanien und Portugal attraktiv vor diesem Hintergrund – im Gegensatz zur Schuldenkrise gibt es keine Ansteckung von Italien auf die südliche Peripherie. Aber auch das längere Ende der US-Yield-Kurve ist attraktiv.

Die Aktienmärkte haben die Aussicht auf niedrigere Zinsen mit einer kleinen Rally begrüßt. Allerdings ist sehr fraglich wie lange diese Euphorie halten wird. Es ist weiterhin unklar wie stark die Gewinne der Unternehmen von den steigenden Tarifen belastet werden und was das dann auch für die Aktienmärkte bedeutet. Die lange antizipierte Erholung im zweiten Halbjahr ist auf jeden Fall eher unwahrscheinlicher geworden. Auch die noch vor kurzem rosigen Aussichten für den Technologiesektor haben sich ins Negative gedreht, denn die Regulierung legt ein immer größeres Augenmerk auf den Sektor mit momentan noch schwer absehbaren Konsequenz

Castell-Bank macht das Portfolio wegen Handelsstreit wetterfest

Würzburg, 11. Juni 2019
Presse-Information

Die Fürstlich Castell’sche Bank erhöht die Durationen bei Renten in den USA aber auch in Europa und behält ihre ausgewogene Aktienquote für den Moment konstant. Angesichts des eskalierenden Handelskonflikts haben sich die Wirtschaftsaussichten eingetrübt und davon sollte das mittelfristige bis lange Ende der Renten weiter profitieren.

„Wir sehen momentan keine Lösung des Handelskonflikts. Vielmehr werden die Schleifspuren der Unsicherheit in der Wirtschaftsentwicklung immer deutlicher,“ Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank. „Angesichts seiner innenpolitischen Lage ist für Trump kein Deal besser als ein schlechter Deal, deswegen eskalieren die Verhandlungen.“

Das ist natürlich für die Gewinnentwicklung der Unternehmen Gift und damit auch für die Aktienmärkte. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft sich deutlich eintrübt steigt quasi täglich und damit auch die Gefahr einer Korrektur an den Märkten,“ so Klein.

„Obgleich die Bunds beispielsweise schon neue Tiefststände getestet haben, denken wir, dass es bei Renten weiterhin Potenzial gibt. Der Grund dahinter ist, dass sich die Zentralbanken sowohl in den USA als auch in Europa von höheren Zinsen verabschiedet haben und wieder in den Lockerungsmodus übergangen sind,“ erklärt Klein.

„In den USA preisen die Märkte mittlerweile zwei Zinssenkungen bis zum Jahresende ein und auch in Europa stehen die Zeichen auf mehr Lockerung,“ erläutert Klein. EZB Präsident Mario Draghi habe bei der Pressekonferenz in Vilnius zwar keine konkreten Schritte angekündigt, aber sehr deutlich über die Möglichkeit einer Neuauflage des Anleihekäufe gesprochen.

Fürstlich Castell’sche Bank bringt mit Generationenfonds nachhaltigen Investmentfonds an den Start

Würzburg, 27. Mai 2019
Presse-Information

  • Castell Generationenfonds investiert in nachhaltiges Anlageuniversum
  • Bewährtes Konzept des kontinuierlichen Vermögenserhalts und -mehrung, ergänzt um werteorientierte Rendite
  • Kooperation mit unabhängiger und führender Research- und Ratinga-gentur ISS-oekom

Die Fürstlich Castell’sche Bank legt mit dem Castell Generationenfonds einen in ein nachhaltiges Anlageuniversum investierenden Investmentfonds auf. Auch bei diesem Fonds gilt das feste Credo der Bank „kontinuierlicher Vermögenserhalt und -mehrung“. Konsequentes sicherheitsorientiertes Risikomanagement kombiniert mit einer aktiven Vermögensverwaltung lässt dabei eine regelmäßige überdurchschnittliche Ausschüttung erwarten.

„Während viele Banken und Vermögensverwalter nur auf den Megatrend aufspringen, bildet Nachhaltigkeit schon seit Jahrhunderten die Basis unseres Erfolgs. Die Auflage eines nachhaltigen Investmentfonds ist die konsequente Fortführung der gelebten Unternehmenstradition. Die werteorientierte Rendite spielt insbesondere für gemeinnützige Organisationen eine immer größere Rolle. Daher haben wir uns beispielsweise mit der Ausschüttungspolitik an den besonderen Bedürfnissen von Stiftungen orientiert. Aber auch von Privatkunden und Unternehmen nehmen wir eine verstärkte Nachfrage wahr.“, erklärt Manuela Klos, Generalbevollmächtigte der Fürstlich Castell’schen Bank.

Ausgeschlossen sind z. B. Investitionen in Hersteller von gewaltverherrlichenden Videospielen, Glücksspiel, Pornografie und pornografische Unterhaltungsdienstleistungen. Auch wird nicht in Länder investiert, in denen bspw. Kinderarbeit weit verbreitet ist oder die dauerhaft und systematisch Menschenrechtsverletzungen begehen. Zudem sind Unternehmen mit Aktivitäten im Hochvolumen-Fracking oder Ölsande ausgeschlossen. Für die Selektion des nachhaltigen Anlageuniversums arbeitet die Fürstlich Castell’sche Bank mit der unabhängigen und führenden Research- und Ratingagentur ISS-oekom zusammen.

Der Castell Generationenfonds verfügt im ersten Schritte über zwei Anteilsklassen: Die Anteilsklasse „Stiftungen“ richtet sich an gemeinnützige Organisationen, wie z. B. Stiftungen, Universitäten und Kirchen. Zielgruppe für die Anteilsklasse „I“ sind Privatanleger und Unternehmen.

Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank: „Mit dem Castell Generationenfonds ergänzen wir fokussiert unsere Produktwelt. Die Fürstlich Castell’sche Bank steht für aktives Risikomanagement sowie nachhaltige bewusste Anlagen. Mit diesem Fonds bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, als individuelle Freiheitsentscheidung, mit der Investition in nachhaltig wirtschaftende Unternehmen eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

Fürstlich Castell’sche Bank,
Credit-Casse AG
Sascha Gründl
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon 0931 3083-65300
sascha.gruendl@castell-bank.de
www.castell-bank.de

Fürstlich Castell’sche Bank zum Geschäftsjahr 2018

Würzburg, 17. Mai 2019
Presse-Information

Risikoorientierte Anlagephilosophie bewährt sich in herausforderndem Kapitalmarktumfeld

  • 2018 war ein sehr herausforderndes Jahr an den Kapitalmärkten.
  • Niedriges Zinsniveau etabliert sich auf längere Sicht.
  • Fürstlich Castell’sche Bank mit robusten Anlageergebnissen für Kunden, Gewinnwachstum und stabiler Kernkapitalquote von knapp 13 %.

2018 war ein sehr herausforderndes Jahr für die Investoren. In nahezu allen Anlageklassen weltweit ergaben sich für die Anleger negative Renditen, die sich insbesondere im Laufe des vierten Quartals teilweise deutlich ausweiteten. Auch mit einem merklichen Anstieg des Zinsniveaus in Europa kann auf mittlere Sicht nicht gerechnet werden. „Strukturelle Faktoren sprechen ebenso wie aktuell zurückbleibende Inflationsraten und Wachstumserwartungen für ein niedriges Zinsniveau auf längere Sicht. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Ertragslage im Zinsgeschäft.“, so Klaus Vikuk, Vorstandsmitglied der Fürstlich Castell’schen Bank. Wenngleich diese herausfordernden Kapitalmarktbedingungen zu einer Zurückhaltung der Kunden bei Neuanlagen im Jahr 2018 geführt haben, zeigte der risikobewusste Anlageansatz der Fürstlich Castell’schen Bank seine relative Stärke. „In allen Risiko- und Anlageprofilen konnten wir, trotz der in Teilen dramatischen Marktkorrekturen im vergangenen Jahr, die mit den Kunden vereinbarten Risikobudgets einhalten und so die Verluste gegenüber der Marktentwicklung deutlich begrenzen. Dies dokumentiert die Stärke unserer asymmetrischen Investmentphilosophie in der Vermögensverwaltung“, so Dr. Sebastian Klein, Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank.

Den sich aufgrund dieses herausfordernden Marktumfeldes ergebenden Rückgängen im Zins- und Provisionsgeschäft konnte die Bank durch anhaltende Kostendisziplin und einen Rückgang der Risikovorsorge entgegenwirken. Der Jahresüberschuss wurde so von 2,3 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR gesteigert. Die Kernkapitalquote wird nach Thesaurierung bei knapp 13 % auf einem sehr soliden Niveau liegen.

„Robuste Ergebnisse in schwierigem Umfeld und eine solide Kapitalausstattung sind ebenso wie die Resultate in der Vermögensverwaltung eine gute Basis für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Bankhauses als Partner unserer Kunden“, so unisono S.D. Ferdinand Fürst zu Castell-Castell und S.D. Otto Fürst zu Castell-Rüdenhausen.

Im angelaufenen Geschäftsjahr 2019 ergibt sich bislang eine erfreuliche Entwicklung bei sich stabilisierenden Kapitalmärkten. „Dennoch werden wir unserer vorsichtigen Strategie treu bleiben, Kostendisziplin und Risikomanagement behalten in diesen Zeiten ihre Bedeutung“, so Dr. Pia Weinkamm, seit 1. Januar 2019 Vorstandsmitglied der Fürstlich Castell’schen Bank.

Mit der nachgewiesenen Leistungsbilanz in der risikoorientierten Vermögensverwaltung ist die Fürstlich Castell’sche Bank auch im Jahr 2019 bestrebt, neue Kundenkreise zu erschließen. Per Anfang Mai 2019 wurde dazu der „Generationenfonds“ lanciert, der diesen asymmetrischen Investmentansatz mit ESG-Kriterien verbindet. Der Name impliziert den Anspruch einer nachhaltigen Vermögensverwaltung, die den dauerhaften, realen Werterhalt in den Mittelpunkt stellt.

Damit können die zunehmend auch an ESG-Kriterien de facto gebundenen institutionellen Kunden, wie Stiftungen, gemeinnützige Organisationen oder kirchliche Einrichtungen, von der Expertise der Fürstlich Castell’schen Bank in der risikoorientierten Vermögensverwaltung profitieren. „So schwierig das Kapitalmarktumfeld in 2018 auch war, so hat es uns an dem dauerhaften Festhalten an unserer risikoorientierten, asymmetrischen Investmentphilosophie bestätigt. Gerade in unsicheren Zeiten der Digitalisierung, der Verteilungsdiskussion, der Handelskonflikte und der europäischen Frage bedeutet Vermögensverwaltung mehr denn je Risikomanagement“, so Dr. Sebastian Klein Vorstandsvorsitzender der Fürstlich Castell’schen Bank.

Fürstlich Castell’sche Bank,
Credit-Casse AG
Sascha Gründl
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon 0931 3083-65300
sascha.gruendl@castell-bank.de
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