Castell’scher Wochenausblick auf die Märkte (KW 44)

Ausblick auf die nächste Woche

Nach einem „Schock“-tober an den Märkten hat der November besser begonnen. Allerdings sind sich die Experten uneinig, ob es nun eine nachhaltige Erholung – Stichwort: Jahresendrallye – geben wird oder ob eine solche dieses Jahr ausfällt. Vor allem die politischen Risiken stehen weiter im Vordergrund – Stichwort US-China-Handelsstreit, Italien und Wahlen in den USA.

Midterm Elections in den USA

Selten oder noch nie waren die sogenannten Midterm-Wahlen in Amerika so dramatisch. Falls die Demokraten den Kongress gewinnen sollten, dürfte das politische Washington gelähmt werden. Präsident Trumps angekündigte Steuersenkung würde dann wohl nicht durchsetzbar sein. Für die Märkte wäre das wohl nicht positiv, denn weitere marktfreundliche Entscheidungen des US-Präsidenten dürften nicht die Zustimmung des Kongresses erhalten.

Angela Merkels Rückzug auf Raten

Nachdem Angela Merkel letzte Woche ihren graduellen Rückzug aus der Politik angekündigt hat, wird auch die kommende Woche spannend. Es geht um nichts minderes als die politische Positionierung der CDU und damit des zukünftigen Kanzlers oder der Kanzlerin. Die Grabenkämpfe in der CDU sind im vollen Gang und bis Anfang Dezember müssen die Kandidaten sich um die Unterstützung der Basis bemühen: In Hamburg wird dann der neue CDU-Chef gewählt.

Zinsentscheidung der Federal Reserve

Es wird zwar davon ausgegangen, dass die Fed im Laufe des Jahres noch einmal die Zinsen erhöhen wird, kommende Woche dürfte von der amerikanischen Notenbank allerdings kein Störfeuer für die Märkte zu erwarten sein.

Berichtssaison geht weiter

Nächste Woche geht die Berichtssaison mit vollem Schwung weiter. Bis dato verlief diese Saison gemischt, denn die Sorgen um einen eskalierenden Handelskrieg aber auch generell niedrigeres Wachstum haben manchem Unternehmen die Bilanz verhagelt. Diese Woche sind Siemens, BMW, Deutsche Post und last but not least die Commerzbank an der Reihe.