Castell-Bank sieht weiter konjunkturelle Erholung trotz Coronavirus

Der Ausbruch des Coronavirus in China hat die Aktienmärkte auf dem falschen Fuß erwischt und zu einem volatilen Jahresstart geführt. Langsam hat sich die Panik allerdings gelegt, Investoren schauen wieder positiver auf die Märkte und die Kurse haben sich erholt. Nicht zuletzt sind positive Konjunkturdaten aus den USA und eine Erholungstendenz bei der globalen Industrieproduktion Gründe für einen verhaltenen Optimismus.

„Der Impact des Virus muss abgewartet werden, je früher der Höhepunkt der Ansteckungen erreicht und anschließend die Ausbreitung des Virus eingedämmt wird, desto besser für die Wirtschaft,“ erklärt Achim Hammerschmitt, Leiter der Vermögensverwaltung der Fürstlichen Castell’schen Bank. „Wenn dieser im Februar, März erreicht würde, wären die Folgen auf das erste Quartal begrenzt, und je frühzeitiger eine wirksame Bekämpfung des Virus gefunden wird und damit drastische Maßnahmen – wie Hafenschließungen – wieder aufgehoben werden können, desto besser ist es für die Gewinne der Unternehmen und die globalen Supply Chains.“

Die Stimmung in der US-amerikanischen Industrie hat sich zu Beginn des Jahres ein Stück weit aufgehellt und ist wieder über die Expansionsschwelle gestiegen, erläutert Hammerschmitt. „Das bedeutet, dass die US-Wirtschaft endlich wieder an der globalen Erholung teilnimmt und nicht in einer anhaltenden Schwächephase verharrt,“ so Hammerschmitt. Die größte Volkswirtschaft der Welt scheint wieder anzuspringen.

Hinzu kommt, dass eine Trendwende bei der globale Industrieproduktion begonnen hat. Die Frühindikatoren signalisieren Erholung, der typische 3-Jahresindustriezyklus scheint weitgehend abgeschlossen und die Anzeichen für eine zyklische Wachstumserholung mehren sich, erläutert Hammerschmitt.

Auch die Berichtssaison läuft bis dato zufriedenstellend und in Teilen sogar besser als erwartet – auch das treibt die Märkte weiter an. „Die großen Themen – Digitalisierung und Automatisierung – unterstützen weiter vor allem die Technologiewerte. Seit Jahresbeginn hat der NASDAQ die klassischen Indizes deutlich geschlagen,“ betont Hammerschmitt.