Castell-Bank reduziert Aktien angesichts des eskalierenden Handelskriegs

Würzburg, 7. August 2019
Presse-Information

Die Fürstlich Castell’sche Bank reduziert die Aktienquote und baut gleichzeitig Sicherheit auf, indem sie Gold und langlaufende Treasuries aufstockt. Die jüngste Eskalation im Handelskrieg zwischen den USA und China lässt nicht auf einen positiven August hoffen.

„Durch den Abbau von Aktien und der gleichzeitigen Erhöhung von sicheren Assets sehen wir uns auch für einen möglicherweise schwierigen August gut gewappnet“, sagt Dr. Achim Hammerschmitt, Leiter der Vermögensverwaltung und des Fondsmanagements der Fürstlich Castell’schen Bank. „Mit der jüngsten Eskalation im Handelskrieg wird klar, dass Trump alles auf eine Karte setzt.“

Es soll entweder einen guten oder keinen Deal zwischen den USA und China geben. Das hat das Potential, die Märkte im zweiten Halbjahr noch ordentlich durchzuschütteln. Gleichzeitig gibt es aber auch Chancen für Aktien, so Dr. Hammerschmitt.

Die Notenbanken wollen mit niedrigeren Zinsen und weiteren Lockerungsmaßnahmen eine wirtschaftliche Eintrübung verhindern und auch fiskalische Stimuli dürften für Unterstützung sorgen, betont er. Im besten Fall gleichen fiskalische Maßnahmen der Regierungen und monetäre Aktionen der Notenbanken, wie die jüngste Zinssenkung in den USA, die Bremswirkung des Handelskriegs mehr als aus und schieben die Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr wieder auf die Wachstumsschiene.

„China ist noch sehr stabil und an den jüngsten Wechselkursentwicklungen sieht man, dass China seine Währung nun abwerten lässt. Das ist gut für die chinesische Wirtschaft,“ erklärt Dr. Hammerschmitt. „Allerdings muss man nun genau schauen, ob die Abwertungen auch gegenüber dem Euro zugelassen werden, denn das wäre eine zusätzliche Belastung für die europäische Wirtschaft.“

Es gibt momentan zwei „wild cards“ in der weltweiten Politik, die die Märkte im Griff haben. Einerseits Präsident Trump, der vor keiner Eskalation zurückscheut, andererseits aber auch der neue Premierminister Großbritanniens, der sein Land auch ohne Deal aus der EU führen möchte.

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